DEAD END IN THE LAND OF ULYSSES!

2020

During their journey the migrants were confronted with many events, just like Ulysses once was, and many of them are now in Greece. But no place in Greece is their home, they are not called Ulysses, but Sirwan, Hanan, Azad or Mervin. They no longer have a home, they no longer look for their children, women or houses, they flee from their place of origin to the countries of Northern or Western Europe. They are not modern Ulysses, but real children, women and men, Sirwan, Hanan, Azad or Mervin, trapped in the European administration of migrants: they are in a dead end in Greece!

Neither a step forward nor a step back, they are there, almost everywhere, in a time that does not move, almost out of time, out of human history! No roof, no money or almost no money, no care, they are there, in abandoned buildings, in parks, behind a wall. They are there sometimes visible and often invisible. They still have a name, but almost no identity and almost no rights.

 

My project aims to address this "indefinite and endless moment" of the migrant that is blocked in Greece. My aim is to focus on the faces of the different migrants holding a vague registration paper. The face expresses both the personality and the identity of a unique person and bears the signs of de-individualization that an administrative paper emphasizes. Faces, people we don't see, we don't look at. Beyond the statistics, beyond the speeches, my project invites you to look at the faces of people trapped in the land of Ulysses.

The difficulty is not in finding or contacting migrants. The difficulty is to film them and give them an approach that is not journalistic and has little impact on their "dead end".  By filming them where they are, by filming their faces with their administrative paper, I want to give them both dignity as people and show the absurdity of administrative control over the problem of migrants.

Sackgasse im Land von Odysseus!

Während ihrer Reise waren die Migranten mit vielen Ereignissen konfrontiert, genau wie einst Odysseus, und viele von ihnen befinden sich jetzt in Griechenland. Aber kein Ort in Griechenland ist ihre Heimat, sie heissen nicht Odysseus, sondern Sirwan, Hanan, Azad oder Mervin. Sie haben kein Zuhause mehr, sie suchen nicht mehr nach ihren Kindern, Frauen oder Häusern. sie fliehen aus ihrem Herkunftsort in die Länder Nord- oder Westeuropas. Sie sind keine modernen Odysseus, sondern echte Kinder, Frauen und Männer, Sirwan, Hanan, Azad oder Mervin, gefangen in der europäischen Verwaltung der Migranten: sie befinden sich in Griechenland in einer Sackgasse!

Weder ein Schritt vorwärts noch ein Schritt zurück, sie sind da, fast überall, in einer Zeit, die sich nicht bewegt, fast aus der Zeit, aus der Menschheitsgeschichte! Kein Dach, kein Geld oder fast kein Geld, keine Pflege, sie sind da, in verlassenen Gebäuden, in Parks, hinter einer Mauer. Sie sind dort manchmal sichtbar und oft unsichtbar. Mit noch einem Namen, aber fast keiner Identität und fast keinen Rechten.

Mein Projekt zielt darauf ab, diesen "unbestimmten und endlosen Moment" des Migranten zu thematisieren, der in Griechenland blockiert ist. Mein Ziel ist es, mich auf die Gesichter der verschiedenen Migranten zu konzentrieren, die ein vages Registrierungspapier in der Hand halten. Das Gesicht drückt sowohl die Persönlichkeit als auch die Identität einer einzigartigen Person aus und trägt die Zeichen der Entindividualisierung, die ein Verwaltungspapier betont. Gesichter, Menschen, die wir nicht sehen, die wir nicht ansehen. Jenseits der Statistiken, jenseits der Reden lädt mein Projekt Sie ein, die Gesichter von Menschen zu betrachten, die im Land des Odysseus gefangen sind.

Die Schwierigkeit besteht nicht darin, Migranten zu finden oder zu kontaktieren. Die Schwierigkeit besteht darin, sie zu filmen und ihnen einen Ansatz nahezubringen, der nicht journalistisch gemeint ist und wenig Einfluss auf ihr "Sackgasse" hat.  Indem ich sie filme, wo sie sind, indem ich ihre Gesichter mit ihrem Verwaltungspapier filme, möchte ich ihnen sowohl eine Würde als Menschen geben als auch die Absurdität der administrativen Steuerung des Problems der Migranten zeigen.